Wie man vermuten könnte stammen diese Katzen dem Namen nach, aus dem amerikanischen Bundesstaat Maine.

Einer Legende nach paarte sich ein Waschbär (englisches Wort: Raccoon) mit einer Hauskatze und heraus kamen wunderschöne Katzenkinder mit buschigen Schwänzen.
Daraus entstand der Name der Rasse "Maine Coon".
Aber wie üblich sind Legenden zwar meist sehr interessant aber nicht nachvollziehbar. Genetisch sogar in diesem Fall ausgeschlossen, da eine solche Verpaarung nicht funktionieren würde zwischen artfremden Tieren.

Eher wahrscheinlich ist die Vermutung, dass diese Katzen -

die eine große Ähnlichkeit mit der Norwegischen Waldkatze aufweisen -

mit den Wikinger in die USA gelangten und sich dort mit den

im Wald lebenden Wildkatzen verpaarten.

Möglich wäre auch, dass es sich um eine Kreuzung eingeführter Angorakatzen

mit örtlich vorkommenden Hauskatzen handelt, die sich genetisch mehr und mehr

an das raue Klima der amerikanischen Ostküste anpassen mussten und

deshalb ihr Haarkleid nach und nach veränderte.

Die Maine Coon sind sehr gute Jäger und imponieren durch ihre Körpergröße und ihr Gewicht. Besonders die männlichen Vertreter dieser Spezies werden

auch schon mal über 10kg schwer und sind meist recht muskulös und massig.
Sie gehören zu der Rasse der Halblanghaarkatzen, besitzen mittellanges Fell,

längere Partien an den Hinterbeinen - auch Hosen genannt,

sowie einen imposanten buschigen Schwanz.
Ihre Ohren scheinen luchsartig: groß und mit dichter Behaarung

sowie Pinselchen an den Ohrspitzen.
Je nach Wetterlage und Auslauf besitzen sie zusätzlich eine schöne Halskrause

die meist im Winter voll erblüht und im Sommer abhaart.
Ursprünglich nur in der Farbe black tabby (schwarzgestromt) werden

diese Katzen heutzutage in nahezu allen Farben und Zeichnungen gezüchtet.

Nicht zulässig bei den Maine Coon sind Pointzeichnung wie sie z.B.

bei Siam- oder Birmakatzen vorkommen.

Da sich die Maine Coon leider zu einer Moderasse entwickelt hat gibt es gerade

bei dieser Rasse besonders viele unseriöse Vermehrer die Katzen meist ohne Papiere anbieten. Solche Katzen sind keine reinrassigen Maine Coon

und dürfen auch nicht als solche angeboten werden.
Tragischerweise hat diese Rasse nun durch die oftmals unsachgemäße Massenzucht

dieser Tiere bereits Probleme mit der bis dato robusten und gelobten Gesundheit.
Es wurden Tiere mehr und mehr auf Größe gezüchtet da die Nachfrage nach großen, imposanten Katzen und Katern stieg. Nun haben diese Tiere leider oftmals

bereits in jungen Jahren mit Krankheiten wie

HD (Hüftdysplasie - kennt man von großen Hunden)

oder auch PL (Patella Luxation - Knieprobleme) zu kämpfen.

Auch HCM - eine Herzkrankheit - wird verstärkt als frühe Todesursache genannt,

auch wenn diese Krankheit sich nicht auf die Maine Coon beschränkt,

sondern auch oftmals Hauskatzen betrifft.

Interessiert man sich für eine Maine Coon, sollte man sehr sorgfältig

nach dem geeigneten Züchter suchen und auf jeden Fall auch nach der Gesundheitsvorsorge und evtl. Tests der Elterntiere fragen.

Nicht der Preis sollte ausschlaggebend und das erste Kriterium sein,

sondern die genetische Gesundheit des Kätzchens das für viele Jahre

als Familienmitglied im Haus leben soll.

"Schnäppchenpreise"

sollten auf jeden Fall kritisch hinterfragt werden, denn die Gesundheit

und die Vorsorge hat ihren Preis.
 

~ Top ~